Die Abschlussprüfung ist geschafft, die Ergebnisse sind da – und plötzlich steht die nächste große Frage im Raum: Wie geht es jetzt eigentlich weiter? Für viele Azubis im dritten Lehrjahr bedeutet der Sommer genau das: Das Übernahme-Gespräch steht an. Keine Sorge, das ist kein zweites Vorstellungsgespräch und schon gar kein Verhör. Bei NIEMERSZEIN ist es ein Gespräch auf Augenhöhe und mit ein bisschen Vorbereitung gehst du entspannt und selbstbewusst hinein.

Inhalt
Was ist das Übernahme-Gespräch überhaupt?
Gegen Ende deiner Ausbildung setzen sich Marktleitung und du zusammen und klären gemeinsam, wie es nach der Ausbildung weitergeht: Wirst du übernommen? In welcher Abteilung? Mit welchem Vertrag und welchen Arbeitszeiten? Das Gespräch ist die Brücke zwischen deiner Azubi-Zeit und deinem ersten Job als ausgelernte Fachkraft.
Für den Betrieb ist es genauso wichtig wie für dich. Wer drei Jahre lang ausgebildet wurde, kennt den Markt, die Abläufe und die Kund:innen – so jemanden lässt man nicht gern ziehen. Genau deshalb lohnt es sich, das Gespräch nicht als Formalität abzuhaken, sondern als echte Chance zu sehen, deine Zukunft aktiv mitzugestalten.
Wann und mit wem du sprichst
In der Regel findet das Gespräch einige Wochen vor dem offiziellen Ausbildungsende statt, oft direkt nachdem die Prüfungsergebnisse da sind. Deine Gesprächspartner:innen sind meistens die Marktleitungen, manchmal ist auch ein Ausbildungsbeauftragter dabei.
So bereitest du dich vor
Ein Übernahme-Gespräch ist keine Prüfung, aber ein bisschen Vorbereitung lohnt sich trotzdem. Diese Punkte solltest du dir vorher überlegen:
- In welcher Abteilung möchtest du am liebsten arbeiten und warum?
- Was ist dir in der Ausbildung besonders gut gelungen? Denk an Projekte, Prüfungsergebnisse oder Momente, in denen du Verantwortung übernommen hast.
- Möchtest du in Vollzeit oder Teilzeit starten?
- Interessieren dich Weiterbildungen, zum Beispiel zum:zur Handelsfachwirt:in?
Diese Themen kommen auf den Tisch
Im Gespräch geht es um die Rahmenbedingungen deines neuen Arbeitsvertrags: befristet oder unbefristet, Abteilung und Einsatzort, Arbeitszeiten und natürlich das Gehalt. Ja, auch über Geld darfst du sprechen! Als frisch ausgelernte Fachkraft im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) orientiert sich vieles am Tarif, aber sachlich nachzufragen, wie sich dein Gehalt entwickeln kann, ist absolut in Ordnung.
Der Ton macht die Musik
Auch wenn es um Vertrag und Gehalt geht: Das Übernahme-Gespräch lebt von einer offenen, freundlichen Atmosphäre. Bleib du selbst, hör aufmerksam zu und lass dein Gegenüber ausreden – genau wie du es aus guten Kund:innengesprächen kennst. Wenn du etwas nicht sofort verstehst, zum Beispiel eine Vertragsklausel, frag nach. Niemand erwartet, dass du alle Details eines Arbeitsvertrags auswendig kennst.
Und wenn es nicht klappt?
Manchmal passt es trotzdem nicht – vielleicht ist gerade keine Stelle frei oder deine Wunschabteilung ist voll besetzt. Das ist ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung, einem guten Zeugnis und deiner Praxiserfahrung bist du im LEH überall gefragt. Bitte in diesem Fall um ehrliches Feedback und ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Beides hilft dir beim nächsten Schritt weiter.
Du hast drei Jahre lang gezeigt, was in dir steckt – jetzt darfst du es auch aussprechen. Next stop: dein erster richtiger Arbeitsvertrag. Du schaffst das!



